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Hotel Park Villa – Als ich mit einem Gepard zu Abend aß

Hotel Park Villa Heilbronn

Vor Jahren schon hörte ich von einem Hotel in Heilbronn, in dem es einen zahmen Gepard geben sollte. Damals hatte ich – und auch der Gepard – allerdings kein Glück. Er war verstorben. Doch in diesem Jahr trieb es mich erneut nach Heilbronn und so beschloss ich, erneut mein Glück zu versuchen. Ein Gepard in einem Hotel? Das MUSSTE ich einfach sehen… Und siehe da, Familie Gaupp ist wieder stolzer Besitzer eines zahmen Gepard. Also nichts wie hin… ins Hotel Park Villa nach Heilbronn.

Hotel Park Villa

Etwa 15 Minuten von der Innenstadt Heilbronns entfernt befindet sich das Hotel Park Villa. Ruhig gelegen, inmitten zahlreicher wunderschöner alter Villen. Einen Parkplatz finde ich direkt vor der Tür. Durch eine kleine Tür betrete ich den Vorgarten, ein paar Stufen bringen mich ins Innere. Die Dekoration ist mutig: Afrika lässt grüßen – gemischt mit dem Charme des 80er Mobiliars. Die Inhaberin selbst begrüßt mich und begleitet mich zu meinem Zimmer. Bei einem kurzen Small-Talk auf dem Weg zu meinem Zimmer kommen wir auf den Geparden zu sprechen. Ich könne später gerne zu ihm, meint sie. Das klingt aufregend, ich nehme das Angebot gerne an.

Achtung, Löwe!

Vor meinem Zimmer stolpere ich fast über einen Löwenkopf. Fast wie bei „Dinner für One“. Skurrile Deko…

Achtung, Löwe!

Achtung, Löwe!

Und auch die Einrichtung meines Zimmers verdaue ich nur langsam. Ein schwarzes Lederbett, dunkelblaue Blumentapete, ein okkafarbener Kamin mit Puma-Skulptur, ein Regal voller „Deko“, darunter ein rosafarbenes Trockenblumengesteck. Das Bad ebenfalls im Stil der frühen 80er. Nach einer Weile wirkt es fast schon wieder kultig.

Mein Zimmer im Hotel Park Villa

Mein Zimmer im Hotel Park Villa

Mein Zimmer im Hotel Park Villa

Mein Zimmer im Hotel Park Villa

Trockenblumen

Trockenblumen

 

Der Gepard

Ich packe aus und beschließe, dem Gepard einen ersten Besuch abzustatten. Auf dem Weg dorthin komme ich an zwei Schleiereulen vorbei, die ihre Hälse verrenken, um mich zu beobachten. Keine fünf Meter weiter dann ein schnurrendes Geräusch. Der Gepard, er steht quasi direkt neben mir. Nur der Zaun trennt uns voneinander. Ganz ruhig läuft er seine Runden. Nach einer Weile legt er sich in die Abendsonne und schließt die Augen. Schnurrend.

Nickerchen in der Abendsonne

Nickerchen in der Abendsonne

Anschließend setze ich mich in den riesigen Garten des Hotels. Ein Kleinod inmitten der Stadt. Von der nur 50m entfernten Hauptstraße höre ich nichts. Mein Blick fällt auf die Park Villa. Rechts das Gehege des Geparden, links Bambushaine, in der Mitte ein riesiger Teich mit Kois.

Die Park Villa vom Garten aus

Die Park Villa vom Garten aus

Bambushain

Bambushain

Der Koiteich

Der Koiteich

Am späteren Abend dann der Moment, auf den ich schon gewartet habe. Herr Gaupp nimmt mich mit ins Gehege. Auf dem Weg erzählt er mir, dass er schon seit 35 Jahren Geparden hält. Er zählt in Deutschland zu den Experten im Halten von Geparden, bekommt in einer Woche ein weiteres Tier aus der Schweiz. Vor Jahren war er häufig im Fernsehen, z.B. bei Stern TV oder in der Sendung „Wildes Wohnzimmer“. In den wenigen Minuten lerne ich gefühlt mehr über Geparden als in ein Buch passt.

Wir betreten das Gehege und mit einem „kleinen Happen“ bewaffnet ruft er den Gepard. Kurze Zeit später springt dieser auf den Treppensims und frisst seine „Belohnung“. Aufregend, ich stehe keinen Meter entfernt neben einer Raubkatze. Ok, Herr Gaupp meint zwar, Geparden würden grundsätzlich keinen Menschen anspringen. Aber mein Pulsschlag hat das wohl nicht gehört.

Der Gepard hautnah

Der Gepard hautnah

Als der Gepard seine „Belohnung“ vertilgt hat, stellt er sich auf und blickt in die untergehende Sonne. Als würde er für die Kamera posieren.

Letzte Pose...

Letzte Pose…

Eine Sekunde später springt er vom Sims und streift beim Verlassen der Treppe mein Bein. Sein Schnurren verstummt leise und wir verlassen wieder das Gehege. Auge in Auge mit einem Gepard – das hat schon was…

Gut geschlafen und gefrühstückt

Die Nacht war wieder einmal kurz und so zieht es mich früh ans Frühstücksbuffet. Alles da, was das Herz begehrt: frische Brötchen und frischer Aufschnitt, Eier, Orangensaft, Kaffee, Joghurt uvm. Ich genieße die letzten Minuten inmitten der afrikanischen Deko.

Auch wenn der “Stil” des Hotels nicht meinen Geschmack getroffen hat, so hat die Begegnung mit dem Gepard mich doch #andersschlafen lassen! Wer mal Auge in Auge mit einer Raubkatze stehen möchte, der sollte einen Abstecher nach Heilbronn machen…

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